Mediensucht umfasst auch soziale Netzwerke

Finde heraus, ob WhatsApp, Facebook, Twitter & Co Dich stressen

Soziale Netzwerke sind toll! Hier kann man einfach mit Leuten in Kontakt bleiben, auch wenn diese geografisch weit entfernt sind. Oder man kann Menschen wiederfinden, die man irgendwie aus den Augen verloren hatte. Man kann aber auch neue Leute kennenlernen, seine Netzwerke erweitern, sich selbst bekannter machen und öffentlich ausdrücken, was einem gefällt und was nicht. Man kann seine Meinung kundtun und andere am eigenen Leben teilhaben lassen. Doch was hat das mit Mediensucht zu tun?

Beachtet und wahrgenommen zu werden ist wichtig für uns. Menschen sind soziale Wesen, die danach streben, mit anderen verbunden zu sein. Soziale Isolation ist die Höchststrafe für uns Menschen. Und gerade wenn man im realen sozialen Umfeld das Gefühl hat, nicht beachtet zu werden, können soziale Netzwerke umso interessanter werden. Irgendwer ist immer online, liked oder kommentiert eigene Beiträge oder postet irgendetwas, was man selbst kommentieren kann. Selbst wenn das reale Leben manchmal langweilig ist, in sozialen Netzwerken ist immer etwas los.  Ist das schon Mediensucht?

Mediensucht - Was ist das eigentlich?

Mimik, Gestik, ein bestimmter Blick, Geruch oder auch das echte Schulterklopfen oder die Umarmung, all das ist virtuell nicht ersetzbar. Emojis drücken zwar auch Emotionen aus, aber ein echtes Lachen zu hören und zu sehen ist doch etwas Anderes. Fehlende echte Freunde mit rein virtuellen Kontakten zu ersetzen funktioniert also leider nur bedingt. Diesen Unterschied zu übersehen, oder gar bewusst zu ignorieren, ist meinst schon ein erstes Anzeichen für Mediensucht.

Studien belegen dass Menschen, die viel Zeit in sozialen Netzwerken im Internet verbringen unzufriedener sind. Das liegt zum einen daran, dass oftmals die Selbstdarstellung im Internet optimiert wird, heißt Menschen stellen ihre Person oder ihr Leben spannender, toller und intensiver dar, als es im Alltag ist. Zum anderen wird aber oftmals nur das gepostet, was wirklich als toll empfunden wurde. Dieses Video bringt das ganz gut auf den Punkt.

Zwar gibt es noch keine offizielle Diagnose „Mediensucht“ aber um einschätzen zu können, ob der eigene social Media Konsum noch im grünen Bereich befindet, lassen sich die Kriterien der Computerspielsucht  auch übertragen.

Auch der Selbsttest gibt eine gute Orientierung, ob die sozialen Medien bereits einen (zu) hohen Stellenwert im eigenen Leben eingenommen haben, oder ob du dir Gedanken über eine mögliche Mediensucht machen solltest.

Webcare bietet in den virtuellen Selbsthilfegruppen die Möglichkeit, sich mit anderen intensiven Mediennutzern auszutauschen. Dabei geht es inhaltlich sowohl um Onlinespiele, als auch um soziale Netzwerke oder auch den täglichen Smartphonekonsum.

Für weitere Fragen

maile mich an unter
pd@hls-online.org

oder schreibe mir auf Facebook:
https://www.facebook.com/HLSwebcare

Wir behandeln alles vertraulich, informieren und helfen weiter.

Mach' den Test Kontakt