Immer und überall online. Ist das schon die Smartphonesucht?

Mach den Internetsucht-Test, ob Du ohne Smartphone leben kannst

Das Smartphone ist immer dabei! Egal, ob aus Langeweile, weil eine konkrete Information gesucht wird, Freunden etwas mitgeteilt werden möchte oder Erinnerungsfotos gemacht werden. Bei all den Funktionen die ein Smartphone hat, gibt es eigentlich keinen Grund mehr, das Smartphone aus der Hand zu legen. Smartphonesucht ist in aller Munde. In Fernsehdokumentationen, Zeitungsartikeln und Radioberichten wird über Handysucht berichtet. Jugendliche bestätigen bei der Frage, ob sie denn handysüchtig seien oft sehr überzeugt mit „Ja“. Wie bei anderen Mediensüchten ist auch bei der Smartphonesucht die Tatsache, dass ich das Gerät oft und gerne nutze allein nicht ausreichend um die Sucht zu attestieren. Zwar gibt es noch keine offizielle Diagnose der Handysucht, allerdings kann man auch hier die Kriterien der Computerspielsucht übertragen, um einen Eindruck zu bekommen, ob das eigene Handynutzungsverhalten schon als Sucht bezeichnet werden kann.

Es braucht also die eindeutig negativen Konsequenzen, die ignoriert werden, Entzugserscheinungen, Kontrollverlust, Dosissteigerung und die Tatsache, sich selbst und andere über das wahre Ausmaß zu belügen, um letztlich von einer Smartphonesucht sprechen zu können.

 

Die Dominanz der Smartphones im Alltag

Ein paar Beispiele, wie Smartphones inzwischen unser Leben beeinflussen und beeinträchtigen:

In China wurde wegen ständiger Zusammenstöße von Smartphonenutzern mit anderen Fußgängern ein eigener Fußweg für Menschen eingerichtet, die während dem Gehen ihr Smartphone benutzen möchten.

In Deutschland gibt es nach mehreren – teilweise tödlichen – Unfällen von öffentlichen Verkehrsmitteln mit Fußgängern, die durch ihr Smartphone abgelenkt waren bald Bodenampeln, damit die „Head down Generation“ auch mitbekommt, dass die Fußgängerampel gerade auf rot steht.

Die Anzahl der Verkehrsunfälle, bei denen unerlaubterweise ein Smartphone am Steuer benutzt wurde, ist rapide angestiegen.

Laut Medienberichten war auch beim folgenschweren Zugunglück von Bad Aibling die Ablenkung durch ein Handygame mit ursächlich für die falschen Entscheidungen die der Fahrdienstleiter getroffen und damit das Zugunglück verursacht haben soll.

Ob diese Vorfälle  auf eine Smartphonesucht zurückzuführen sind, ist natürlich fragwürdig. Allerdings zeigen diese Beispiel sehr deutlich mit welcher Dominanz Smartphones und Handys in unser alltägliches Leben Einzug gehalten haben.

 

Vorstufe zur Smartphonesucht - Handys als Angstauslöser

Seit einigen Jahren ist die „Nomophobie“ (No mobile phone phobia), also die Angst davor, ohne Smartphone zu sein als Krankheitsbild im Gespräch. Es gibt aber noch keine offizielle Diagnose dafür. Ebenso verhält es sich mit FOMO (Fear omissing out), also die Angst etwas zu verpassen, wenn man das Smartphone nicht dabei oder nicht eingeschalten hat.

Die ständige Erreichbarkeit und der damit verbundene ständige Zwang, kommunizieren zu müssen ist für nicht wenige Menschen ein erheblicher Stressfaktor. Laut einer Studie der Universität Bonn kann das bis zum „digitalen Burnout“ führen. Buch: Alexander Markowetz: Digitaler Burnout

Wenn es Unklarheit gibt, ob das eigene Nutzungsverhalten schon als Smartphonesucht bezeichnet werden kann, bietet webcare in der virtuellen Selbsthilfegruppe die Möglichkeit zum Austausch mit anderen exzessiven Mediennutzern. 

 

 

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